Seit dem 1. Juli ist das gesamte Fernstraßennetz in Deutschland mautpflichtig. Der Bundesverkehrsminister rechnet aufgrund dieser Streckenausweitung mit einem Anstieg der Mauteinnahmen um rund 50 Prozent zu den bereits jetzt geleisteten Abgaben in Milliardenhöhe. „Diese Mehrkosten gehen ganz überwiegend zu Lasten der deutschen Verkehrswirtschaft“ stellt Dierk Hochgesang, der Geschäftsführer des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim fest.

Bislang haben ausländische Verkehrsunternehmen schon aufgrund der hohen Transitleistung durch Deutschland einen spürbaren Anteil an der Maut getragen. Diese Verkehre laufen ganz überwiegend auf der Autobahn. Das Bundesstraßennetz wird jedoch ganz überwiegend von deutschen Unternehmen, nicht zuletzt für die regionalen Wirtschaftsverkehre und für die „letzte Meile“ zum Zielort, genutzt. „Wir gehen deswegen davon aus, dass sich die Mautkosten für die deutsche Verkehrswirtschaft mindestens verdoppeln. Wie die Bundesregierung davon ausgehen kann, dass diese Mehrbelastung in Milliardenhöhe keine Auswirkung auf die Preise haben wird, bleibt ihr Geheimnis.“

„Die Mautausweitung ist aber erst der erste Aufschlag zu erheblichen Mehrkosten im Straßentransport. Mit dem neuen Mautgesetz kommen zum Jahresbeginn 2019 weitere, erhebliche Mehrbelastungen auf die Verkehrsunternehmen zu. Je nach Fahrzeugkategorie bedeuten die neuen Mautsätze, Steigerungen um bis zu 60 Prozent!“ In diesem Zusammenhang davon zu sprechen, dass keine Auswirkungen auf die Preise zu erwarten sind, zeugt entweder von wenig Kenntnis oder von wenig Interesse an der wirtschaftlichen Situation der Straßenverkehrswirtschaft. „Addiert führen die beiden Mautmaßnahmen für einzelne Unternehmen zu einer Verdoppelung der Mautkosten.“ Hochgesang geht deswegen davon aus, dass die Gespräche zwischen Auftraggebern und Verkehrsunternehmen wegen der Mautkosten noch weitergehen werden.

Bisher sind Lkw mit einem Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen mautpflichtig. Zum 1. Juli wurde das mautpflichtige Straßennetz um rund 37.000 Kilometer Bundesstraßen erweitert. Die Bundesregierung erwartet, dass nur aufgrund dieser Mautausdehnung auf das gesamte Bundesstraßennetz die Mauteinnahmen von bisher 4,7 Milliarden Euro um 2,5 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro steigen.

Über den Bundesverband AMÖ

Seit mehr als 135 Jahren vertritt der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. die Interessen der Deutschen Möbelspediteure. Zu den rund 900 Mitgliedsunternehmen in 18 Landesverbänden zählen Umzugsspediteure, Neumöbellogistiker, Kunstspediteure sowie Spediteure von EDV und Medizintechnik. Um eine hohe Qualität der Dienstleistung Umzug durchzusetzen, vergibt die AMÖ an Mitgliedsunternehmen, die sich auf die Einhaltung bestimmter Standards verpflichten das Zertifikat „anerkannter AMÖ-Fachbetrieb“. Im Rahmen einer Gruppen-Qualitätsprüfung wird jedes Jahr eine Auswahl der teilnehmenden Betriebe auf die Erfüllung der Qualitätskriterien von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle überprüft. Die Unternehmen, die das AMÖ-Zertifikat erhalten haben, sind auf www.umzug.org zu finden.

 

Pressekontakt:

Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V.

Daniel Waldschik

Schulstraße 53

65795 Hattersheim / Main

Telefon: (0 61 90) 98 98 17

Fax: (0 61 90) 98 98 20

Email: waldschik@amoe.de

www.amoe.dewww.umzug.org


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Veröffentlicht
15:19:03 04.07.2018
markmann

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